LINKS
BILDUNGSARBEIT UND INFORMATION GEGEN ANTISEMITISMUS
HaGalil
haGalil ist eine Artikelsammlung und ein Bildungs- und Informationsangebot zu vielfältigen Aspekten aktuellen jüdischen Lebens, Geschichte, Kultur und Religion. Hauptthemen sind Judentum und Israel und der Nahost-Konflikt sowie Judenfeindlichkeit, Antisemitismus und Rechtsextremismus, speziell in der Bundesrepublik Deutschland.
Kreuzberger Initative gegen Antisemitismus
Nach den antisemitischen Terroranschlägen gegen Synagogen in Istanbul im November 2003 gründete sich im Berliner Stadtteil Kreuzberg eine "migrantische Initiative gegen Antisemitismus", die sich auch als Reaktion auf den zunehmenden Antisemitismus im unmittelbaren Umfeld verstand. Aus dieser entwickelte sich die Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus, die seit April 2004 u.a. durch das Bundesprogramm Civitas gefördert wird und schnell überregionale Beachtung gefunden hat.
Bildungsbausteine gegen Antisemitismus
Existiert seit 2002. Es wurde über einen Zeitraum von drei Jahren vom Programm entimon gefördert und ist in Berlin-Kreuzberg ansässig.
Auf der Grundlage regelmäßiger Evaluation des methodisch-didaktischen Materials, welches speziell für Seminare entwickelt wird, entsteht eine pädagogische Handreichung für pädagogische Fachkräfte und Multiplikatoren.
Anne Frank Zentrum Berlin
Im Mittelpunkt der Arbeit des Anne Frank Zentrums steht die Auseinandersetzung mit der Lebensgeschichte Anne Franks und dem Holocaust. Dabei geht es u.a. um die Themen Diskriminierung, Toleranz und Zivilcourage. Wichtiges Anliegen der Arbeit ist es, aus der Geschichte Brücken zur Gegenwart zu bauen.
Institut für Kirche und Judentum
Angegliedert an die Theologische Fakultät der Humboldt-Universiät Berlin bemüht sich die Arbeit des Institutes um Grundfragen des christlich-jüdischen Verhältnisses und um eine angemessene christliche Judentumskunde. Ziel ist die Förderung eines neuen Verhältnisses von Christen und Juden.
Beobachtungsstelle der Europäischen Union zum Thema Fremdenfeindlichkeit und Rassismus
The European Monitoring Centre on Racism and Xenophobia (EUMC) ist 1997 von den Regierungen der EU-Mitgliedsländer gegründet worden. Das EUMC hat die Aufgabe, die Ausdehnung und Entwicklung von rassistischen Strömungen zu beobachten und arbeitet mit internationalen Organisationen (z. B. der UN) eng zusammen.
European Network against racism (ENAR)
Das European Network against racism ist eine Nichtregierungsorganisation, deren Mitglieder vornehmlich aus EU-Mitgliedsländern kommen. Das Netzwerk informiert über die gegenwärtige Gesetzgebung der Europäischen Union, beobachtet deren Arbeit bezüglich der Verhinderung von Rassismus und koordiniert den Dialog zwischen Regierungen und Nichtregierungsorganisationen. Publikationen des European Network against racism können heruntergeladen oder als Broschüre bestellt werden. Über "Nationale Aktivitäten" kann der Nutzer bzw. die Nutzerin erfahren, welche Projekte in welchem Land der Europäischen Union ablaufen.
Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e. V.
Das 1990 gegründete Informations- und Dokumentationszentrum wird von Mitglieds- und Anschlussverbänden des Deutschen Bundesjugendringes, der Deutschen Sportjugend und anderer Jugendverbände der Bundesrepublik getragen. Es wird unter anderem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Eine Liste von Verzeichnissen zu Ausstellungen, Filmen, Videos, Spielen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Referentinnen und Referenten soll Multiplikatorinnen und Multiplikatoren in ihrer politischen Bildungsarbeit helfen. Auf der Seite "Broschüren" kann Literatur zu den Themenbereichen Jugendarbeit, Antirassismus, Migration und Integration abgerufen werden.
Blick nach rechts
Bürgerinnen und Bürger in punkto Rechtsextremismus aufzuklären, hat sich diese Infoseite zu Herzen genommen. Blick nach rechts bietet Analysen, Zusammenhänge und Informationen über die Hintergründe des Rechtsextremismus. Das Online-Angebot kann auch als Info-Brief abonniert werden.
FÖRDERUNG VON PROJEKTEN GEGEN ANTISEMITISMUS
Entimon,
gemeinsam gegen Gewalt und Rechtsextremismus . Das Programm entimon ist Teil des Aktionsprogramms der Bundesregierung "Jugend für Toleranz und Demokratie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus".
Bundeszentrale für politische Bildung
Dieses Internet-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung steht unter dem als Aufforderung zu verstehenden Titel "Was tun gegen Rechtsextremismus". Es richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch an Multiplikatoren und Multiplikatorinnen in der politischen Bildungsarbeit. Eine nach verschiedenen Themenbereichen sortierte Linkliste lädt zur weiteren Beschäftigung mit dem Thema ein. Die kommentierten Links führen zu Initiativen gegen Rechtsextremismus, weisen den Weg zu Materialien und Literatur zum Thema, bieten die schnelle Information zu Terminen und Veranstaltungen, zeigen, wo man Argumentationshilfen findet, laden ein, die Chronologie der Straf- und Gewalttaten nachzuschlagen, geben Hinweise, wo man Rat und Tat zur Hilfe und Selbsthilfe findet und wenden sich schließlich mit weiterführenden Materialien an Pädagogen und Lehrende.
Amadeu-Antonio-Stiftung
Förderung von Modellprojekten zur Beratung, Ausbildung und Unterstützung von Initiativen gegen Rechtsextremismus und zur Beratung von Opfern bzw. potentiellen Opfern rechtsextremer Straf- und Gewalttaten in den neuen Bundesländern.
FORSCHUNGSINSTITUTE, GEDENKSTÄTTEN, MUSEEN
Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA)
Das Zentrum für Antisemitismusforschung ist eine Einrichtung der Technischen Universität Berlin und wurde 1982 gegründet. Es konzentriert sich auf die interdisziplinäre Grundlagenforschung zum Antisemitismus. Das Zentrum für Antisemitismusforschung versteht sich als öffentliche Institution, deren Aufklärungsarbeit über den Rahmen eines Universitätsinstituts hinausgeht.
Jüdisches Museum Berlin
Es zeigt dem Besucher zwei Jahrtausende deutsch-jüdische Geschichte, die Höhe- und Tiefpunkte der Beziehungen zwischen Juden und Nichtjuden in Deutschland. Das Museum beherbergt eine Dauerausstellung, mehrere Wechselausstellungen, ein umfassendes Archiv, das Rafael Roth Learning Center und Forschungseinrichtungen.
Stiftung "Neue Synagoge Berlin- Centrum Judaicum"
Museum über Entstehung, Nutzung, Zerstörung und Restaurierung der größten deutschen liberalen Synagoge des 19. Jahrhunderts.
American Jewish Committee Deutschland
Ist die älteste jüdische Selbstschutzorganisation, die 1906 in den USA gegründet wurde. 1998 eröffnete das American Jewish Committee in Deutschland. Im Zentrum der deutsch/amerikanisch-jüdischen Zusammenarbeit steht seither die Förderung gemeinsamer Interessen, die auf gemeinsamen Werten fußen. Hierzu gehört der Einsatz für die transatlantische Freundschaft und für die Sicherheit des Staates Israel. Weiter strebt das AJC eine nachhaltige Stärkung der deutsch-jüdischen Beziehungen an. Im Bewusstsein der Vergangenheit bemühen wir uns um weitere Aussöhnung und um ein besseres gegenseitiges Verständnis.
Fritz Bauer Institut
Das Institut erforscht interdisziplinär die Geschichte und Wirkung der nationalsozialistischen Massenverbrechen, insbesondere des Holocaust, und vermittelt die Ergebnisse in eine breite Öffentlichkeit. Dabei versteht sich das Institut als Nahtstelle zwischen wissenschaftlicher Theoriebildung und kultureller Praxis.
Topographie des Terrors
Widmet sich der Vermittlung historischer Kenntnisse über den Nationalsozialismus und der Anregung zur Auseinandersetzung mit dieser Geschichte.
NS-Gedenkstätten in Deutschland
Es werden die Gedenkstätten und Dokumentationszentren in den Bundesländern vorgestellt.
Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück
1938 als größtes KZ für Frauen eingerichtet, welches besonders wegen seiner medizinischen Experimente berüchtigt war. Hier waren über 130 000 Frauen und Kinder, aber auch 20 000 Männer inhaftiert. Zehntausende der Häftlinge aus über 40 Nationen wurden ermordet. Heute bewahrt die Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück Zeugnisse und Spuren, fördert Erinnerung und Forschung und gestaltet hier einen aktiven Lern- und Begegnungsort.
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
1936 entstand am nördlichen Stadtrand Oranienburgs das Konzentrationslager Sachsenhausen. Bis 1945 waren hier 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert, Zehntausende von ihnen kamen ums Leben. Auch nach dem Krieg diente es noch als Gefangenenlager. Die Gedenkstätte gehört seit 1993 zur Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten. Heute sind die Gedenkstätte und das Museum ein Ort lebendiger Auseinandersetzung mit dem Terror des Nationalsozialismus, aber auch ein Ort der Begegnung und Versöhnung von Menschen verschiedener Nationalitäten.



